Die Welt des High-End-Boulderns wurde erneut aufgerüttelt. Der belgische Kraftprotz Simon Lorenzi hat erneut bewiesen, dass er am absoluten Limit menschlicher Kletterfähigkeit agiert und eine beeindruckende Wiederholung des extrem schwierigen Teststücks, Shaolin, in Red Rocks, Nevada, geschafft.
Ein weiterer Strich im 9A-Gürtel
Der vorgeschlagene Schwierigkeitsgrad für Shaolin liegt bei atemberaubenden 9A (Fontainebleau-Skala) oder V16/V17 (Hueco-Skala). Dieser Erfolg festigt Lorenzis Position als vielleicht der konstanteste Boulderer der Welt auf diesem stratosphärischen Schwierigkeitsgrad.
Lorenzi ist der 9A-Grad keineswegs fremd. In den letzten Jahren hat er eine unglaubliche Serie hingelegt und mit mehreren bahnbrechenden Begehungen für Schlagzeilen gesorgt. Sein Lebenslauf auf diesem Niveau umfasst nun:
- Die Erstbegehung von Soudain Seul in Fontainebleau (sein Durchbruch in den Grad).
- Eine viel beachtete Wiederholung von Shawn Raboutous Alphane in Chironico, Schweiz.
- Die Erstbegehung des Sitstarts zu La Révolutionnaire in Fontainebleau.
Das Hinzufügen von Shaolin zu dieser Liste demonstriert unglaubliche Vielseitigkeit. Der Wechsel von den Sandsteinslopern von Fontainebleau und den Granitcrimps der Schweiz zum einzigartigen Wüstensandstein von Nevada zeigt, dass Lorenzi auf jedem Gesteinstyp abräumen kann.
Das Problem: Shaolin
Shaolin befindet sich in der ikonischen Wüstenlandschaft des Red Rock Canyon National Conservation Area und ist eine atemberaubende, extrem schwierige Linie. Sie wurde erstmals vom amerikanischen Kletterer Matt Fultz erstbegangen, der den einschüchternden V17-Grad vorschlug.
Das Boulderproblem zeichnet sich durch unglaublich kraftvolle Züge an winzigen Tritten aus, die extreme Körperspannung, präzise Fußarbeit und rohe Fingerkraft erfordern. Es ist ein wahrer Test für modernes Bouldern.
Aktuelle Form: Unaufhaltsam
Lorenzis Reise in die Vereinigten Staaten war äußerst erfolgreich. Bevor er in Red Rocks ankam, hatte er bereits mehrere schwierige Boulder in Colorado schnell bewältigt.
Seine Fähigkeit, international zu reisen und relativ schnell eine der schwierigsten etablierten Linien Nordamerikas zu bewältigen, spricht Bände über sein aktuelles Fitnesslevel. Seine konstante Leistung lässt die Klettergemeinschaft eine Frage stellen: Was hat Simon Lorenzi als Nächstes im Visier?
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Herzlichen Glückwunsch an Simon zu einer weiteren unglaublichen Leistung! Was denkst du über seine aktuelle Serie von 9A-Begehungen? Lass es uns in den Kommentaren unten wissen.