Das Kaisergebirge zwischen Kufstein und St. Johann in Tirol ist eine der Wiegen des alpinen Kletterns. Der Wilde Kaiser besteht aus bis zu 1.000 m mächtigem, rissreichem Wettersteinkalk; höchster Gipfel ist die Ellmauer Halt (2.344 m), in seinem Herzen liegt die Steinerne Rinne, lange das „Laboratorium“ der Kletterer, umrahmt von den großen Drei: Totenkirchl, Fleischbank und Predigtstuhl. Hier wurde Klettergeschichte geschrieben – das Totenkirchl wurde 1881 erstmals bestiegen, Dülfer und Schmidt durchstiegen 1912 die Fleischbank-Ostwand, Hermann Buhl 1943 die Mauk-Westwand. 1977 wurde mit den „Pumprissen“ erstmals der glatte VII. Grad erreicht, später kletterte Stefan Glowacz „Des Kaisers neue Kleider“ (10+) am Fleischbankpfeiler, und Alex Hubers „Open Air“ am Schleierwasserfall gilt als vermutlich erste 11+ der Welt.
Die Nordseite erreicht man von Kufstein durch das Kaisertal, traditioneller Stützpunkt ist das Stripsenjochhaus (1.577 m) direkt unter Totenkirchl und Predigtstuhl; auf der sonnigeren Südseite oberhalb von Söll, Scheffau, Ellmau und Going erschließen Hütten wie die Gruttenhütte und die Gaudeamushütte gebohrte moderne Touren wie die Wirtskante (6+) an der Vorderen Karlspitze, dazu kommt der Sportklettergarten am Schleierwasserfall. Auf vielen alpinen Routen ist Steinschlag häufig – Helm ist Pflicht.
Als Teil von Tirol verfügt Kaisergebirge über 262 Routen, die auf Climbing.place dokumentiert sind. Die Routen reichen von 1 bis 11. Entdecken Sie unten die 40 Felsen und Sektoren.
Oft hineingeklettert July, August, September.