Der Dachstein im Dreiländereck von Steiermark, Oberösterreich und Salzburg ist einer der großen Kalkstöcke der Ostalpen. Seine Südwände – Dachstein, Mitterspitz und Torstein – ragen fast dolomitenhaft über der Ramsau auf. Eduard Pichl und Gefährten kletterten 1901 den Pichlweg (III), 1909 durchstiegen die Brüder Georg und Franz Steiner die fast 800 m hohe Südwand über den Steinerweg; die meisten übrigen Südwandrouten stammen von Klaus Hoi und verlangen erfahrene Kletterer, die mobile Sicherungen sicher legen. Der Windlegergrat zählt zu den längsten Gratklettereien der Ostalpen, und der Gosaukamm auf der Nordwestseite mit Gipfeln wie Zahrinkogel und Angerstein ergänzt zackige Kalktürme.
Von der Ramsau führt eine Mautstraße zur Dachstein-Südwandbahn; die Klettergärten liegen 30 bis 60 Minuten entfernt, manche über den Gletscher. Der Dachstein hat rund 400 meist kurze Routen, dazu allein von der Bergbahn aus über 20 Klettersteige; das Sportklettergebiet Hofpürglhütte–Hofalm bietet über 250 gebohrte Routen und Mehrseillängen am Däumling, der Burgstall bei Schladming rund 180 Sportkletterrouten. An sonnigen Sommertagen muss man bei der Talfahrt mit Wartezeiten rechnen. Hauptsaison ist Juli bis September.
Als Teil von Steiermark verfügt Dachsteingebirge über 55 Klettersteigrouten, die auf Climbing.place dokumentiert sind. Nachfolgend sind die Routen mit Schwierigkeitsgrad und Community-Hinweisen aufgeführt.