Ein Blick auf die Talseite des Pegas in Adršpach reicht den meisten, um sich lieber einen anderen Turm zu suchen. Franta D'Agostino und Kuba „Ratlík“ Kácha wollten am 19. September alles. Nach sechzehn Stunden Kletterei trugen sie sich um 22:55 Uhr zum zehnten Mal an diesem Tag ins Gipfelbuch ein.
Der Knackpunkt war der Okřídlený koník (Xa). Erst ein langer Handriss, dann eine glatte, plattige Wand, und das ganz ohne Chalk. Kácha kam an der Schlüsselstelle nicht weiter, also übernahm D'Agostino und balancierte auf Tritten nach oben, denen er selbst kaum traute. Danach ging es durch Offwidths, Kamine und lange Runouts. Nach D'Agostinos Rechnung stecken in allen zehn Routen zusammen gerade mal 17 Ringe. Den Großteil des Tages waren die beiden also in Gelände unterwegs, in dem man besser nicht stürzt.
Wie Petr „Jony“ John und Karel Nováček bei ihrem Pegas-Tag im August 2016 ließen sie die Dvoudenní aus, eine Kombination mit nur wenigen Metern eigener Kletterei. Laut D'Agostino hatte sich seitdem niemand mehr an den kompletten Turm gewagt. Er stieg die meisten Routen im Vorstieg und hält das Ganze für so ziemlich das Größte, was man beim Rissklettern in Adršpach anstellen kann.
Quellen: eMontana, piskari.cz (Begehung 2016), piskari.cz (Routen am Pegas)





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