Gerade als wir dachten, die Grenzen menschlicher Geschwindigkeit an einer vertikalen Wand seien erreicht, hat das amerikanische Speed-Climbing-Phänomen Sam Watson komplett neu definiert, was möglich ist.

In einer Leistung, die Schockwellen durch die Kletterwelt gesendet hat, pulverisierte Watson den vorherigen Weltrekord und erzielte eine unglaubliche Zeit von 4,64 Sekunden auf der standardisierten 15-Meter-Speed-Route.

Der historische Lauf

Der Rekord fiel beim IFSC World Cup in Wujiang, China. Watson hatte bereits in den Qualifikationsrunden mit Weltrekordtempo flirtet, aber im Halbfinale zeigte er einen perfekten Lauf, der explosive Kraft mit fehlerloser Präzision kombinierte, um signifikante Bruchteile von Sekunden vom bestehenden Rekord abzuschaben.

Worte können dem nicht gerecht werden. Man muss die Geschwindigkeit selbst sehen, um es zu glauben. Sehen Sie sich den bahnbrechenden Lauf unten an:

Ein neues Zeitalter der Geschwindigkeit

Um diesen Erfolg in die Perspektive zu rücken: Es ist nicht lange her, dass das Brechen der 5,00-Sekunden-Marke das ultimative Ziel im männlichen Speed-Climbing war. Als Indonesiens Veddriq Leonardo endlich die 5-Sekunden-Marke knackte, war das revolutionär.

Dass Sam Watson den Rekord nun auf 4,64 Sekunden drückt, ist nicht nur eine inkrementelle Verbesserung; es ist ein Quantensprung. Es deutet darauf hin, dass wir bei dieser Disziplin noch lange nicht an der Grenze des menschlichen Potenzials angelangt sind.

Mit nur 18 Jahren zum Zeitpunkt des Rekords etablierte sich Watson als unangefochtener König der Geschwindigkeit und setzte einen Standard, dem Konkurrenten möglicherweise noch viele Jahre hinterherjagen werden. Das Rennen um die 4,5 Sekunden ist offiziell eröffnet.