Die Ukrainerin Jenya Kazbekova hat Dreamcatcher (9a) in Squamish geklettert. Es ist ihre erste 9a und ihre bisher schwerste Route. Ihre Tochter Taya kam im August 2025 zur Welt, zurück auf diesem Niveau war sie also nach rund einem Jahr.
Die Meldung kam nur wenige Tage, nachdem Camilla Moroni dieselbe Route am 24. September geklettert hatte. Chris Sharma hat die Linie am Cacodemon-Block unter dem Stawamus Chief 2005 eingebohrt und erstbegangen. Die ersten beiden Frauenbegehungen gelangen 2021 Paige Claassen und Michaela Kiersch. Jetzt folgten die dritte und vierte innerhalb weniger Tage. Kazbekova hatte im Juni mit der Route angefangen, ihre Sessions dürften sich also mit denen von Moroni überschnitten haben. Beide brauchten rund zehn.
Die Route hat etwa zehn Bohrhaken: eine technische Platte zum Einstieg, Fingerlocks in feinen Rissen, kräftige Züge an Slopern und weit oben eine Campus-Crux. „Dreamcatcher ist von Anfang bis Ende die ikonischste Route, die ich je geklettert bin“, sagt sie. „Die Vielfalt an Griffen und Bewegungen in nur einer Linie ist mit nichts anderem zu vergleichen. Ich hätte nie gedacht, dass ich sie einmal probieren kann – geschweige denn, sie als meine erste 9a zu klettern.“
Sie ist 29 und lebt mit ihrer Familie in den USA, der Heimat ihres Mannes. Auch im Wettkampf ist sie zurück: Diese Saison wurde sie Elfte beim Lead-Weltcup in Koper und Zehnte bei der Lead-Europameisterschaft. Sie dankte ihrem Mann Jeremy, der sich um Taya kümmerte, damit sie sich auf jeden Versuch konzentrieren konnte. „Klettern ist ein Individualsport, aber ohne Community kommt man nicht weit.“
Die Route auf climbing.place: Dreamcatcher.
Foto: Jeremy Huckins / Lacrux.
Quelle: Lacrux.





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