Routenprofil: Saute Aure et God Homme
Am Cascade de Saute Aure in der Nähe des Col du Festre gelegen, stellt diese Route eine bedeutende Herausforderung für die Region Hautes-Alpes dar. Der Routenname ist ein spielerischer Wortwitz mit dem biblischen "Sodome et Gomorrhe" und nutzt den bestehenden Namen des Wasserfalls ("Saute Aure").
| Routenname | Saute Aure et God Homme |
| Ort | Cascade de Saute Aure, Dévoluy-Massiv, Hautes-Alpes (Frankreich) |
| Erstbegehung | Melvin Bou, Kilian Moni, Raphael Olbrecht |
| Datum | Januar 2026 |
| Schwierigkeitsgrad | AI5, M11 |
| Länge | 135m (Mehrseillängenroute) |
Technische Details
Die Route zeichnet sich durch ihre steile, athletische Natur aus und erfordert ein umfassendes Repertoire an modernen Winterkletterfähigkeiten. Mit einer Länge von 135 Metern stellt sie eine anhaltende Herausforderung dar.
- Der Schlüsselpunkt (M11): Die herausragende Schwierigkeit der Route ist der Schlüsselpunkt mit Trockentooling. Mit M11 bewertet, beinhaltet dieser Abschnitt stark überhängendes Gelände, in dem Kletterer auf gymnastische Bewegungen und technische Werkzeugplatzierungen im Fels angewiesen sind, oft steiler als vertikal.
- Das Eis (AI5): Die "AI" (Alpine Ice)-Bewertung deutet darauf hin, dass das Eis alpinen Ursprungs ist – wahrscheinlich steil, möglicherweise dünn oder komplex, was gutes Urteilsvermögen und solide Technik erfordert. AI5 bezeichnet typischerweise anhaltende vertikale Abschnitte (85°–90°), die hohe körperliche Anstrengung erfordern.
Kontext und Lage
Das Dévoluy-Massiv ist bekannt für seine Kalksteinwände und sein "dolomitartiges" Aussehen, das oft spektakuläre, aber komplexe Felsqualität bietet. Der Cascade de Saute Aure ist ein bekanntes Merkmal in der Gegend (oft von Wanderern im Sommer besucht), aber diese Begehung verwandelt ihn in eine Bühne für Elite-Winteralpinismus.
Diese Begehung unterstreicht die kontinuierliche Weiterentwicklung des Mixed-Kletterns in den südlichen französischen Alpen, wo Kletterer zunehmend nach Routen suchen, die die körperliche Intensität des Sportkletterns mit traditionellen alpinen Gefahren verbinden.