Die Welt des Höhenbergsteigens wurde in dieser Saison durch eine Reihe kühner Erstbegehungen in Brand gesetzt. An der Spitze steht der Schweizer Alpinist Silvan Schüpbach, der kürzlich eine massive 750 Meter lange Variation an der Nordwand der Aiguille de Trioletabsolviert hat.

1. Nordwand Triolet: "You Didn’t Ask" (750m, M7+)

Im Rahmen seines Projekts "Six Forgotten North Faces" etablierte Schüpbach – zusammen mit Philippo Sala und Tom Livingstone – eine direkte Linie durch die beeindruckende Wand der Aiguille de Triolet (3.870m).

  • Schwierigkeitsgrad: M7+, 80° Schnee/Eis
  • Länge: 750 Meter neuer/variierter Terrain
  • Der Schlüsselpunkt: Anhaltendes, ausgesetztes Mixed-Klettern mit einem "schlechten Biwak" direkt im Herzen der Wand.

Interessanterweise gelang am selben Tag eine nahezu gleichzeitige zweite Begehung durch Amaury Fouillade, Olivier Kolly und Philippe Bruley, was beweist, dass selbst "vergessene" Wände in kürzester Zeit zum Zentrum der Bergwelt werden können.


Weitere Monumentale Erstbegehungen

Kaqur Kangri (6.859m) - Südwestgrat

Im abgelegenen West-Nepal beanspruchten Spencer Gray und Ryan Griffiths (USA) die Erstbegehung dieses Gipfels über eine 1.670m lange Route. Die Route gehört nun zu den schwierigsten in der Region und weist technisches 5.10 A0 M7 WI5 Gelände auf.

Yashkuk Sar (6.667m) - Tiger Lily Buttress

Ein 2.000m Meisterwerk im Batura Muztagh, Pakistan. Besteigt von August Franzen, Dane Steadman und Cody Winckler, beinhaltete die Route (AI5+ M6 A0) einen "diagonalen Abstieg" zur Umgehung eines eingestürzten Schneepilzes – eine Erinnerung an die Volatilität des alpinen Großwandkletterns.