Dein Seil ist das wichtigste Sicherheitsteil, das du besitzt — und das, das die meisten vernachlässigen. Ein gut gepflegtes Seil klettert besser, hält länger und schützt dich besser. Und die Pflege kostet kaum Mühe, wenn du die Basics kennst.

Halt es vom Dreck fern

Der größte Feind eines Seils ist nicht der Sturz — es ist Schmutz. Feine Partikel arbeiten sich in den Mantel und mahlen die Fasern von innen ab. Nutz einen Seilsack oder eine Plane am Fels, und du verlängerst die Lebensdauer enorm.

Wie du ein Seil wäschst

Wenn das Seil steif oder schmutzig wird, wasch es. In lauwarmem Wasser einweichen und sanft bewegen, mit speziellem Seilreiniger oder ganz ohne — nie Haushaltsreiniger oder Bleiche. Gründlich spülen, dann locker aufgeschossen im Schatten trocknen. Nie in den Trockner.

Richtig lagern

  • Kühl, trocken und ohne direkte Sonne — UV baut Nylon ab.
  • Weg von Chemikalien, besonders Batteriesäure und Lösungsmitteln.
  • Locker aufschießen oder in einen Seilsack flaken statt fest schnüren.

Regelmäßig prüfen

Lass das ganze Seil ab und zu durch die Hände laufen und fühl nach Problemen: flache Stellen, weiche Abschnitte, ein durch den Mantel fühlbarer Kern, aufgeraute oder eingeschnittene Stellen. Die Hände finden Fehler oft vor den Augen.

Wann du ein Seil ausmusterst

Mustere es sofort aus bei Kernschaden, einem bis zum Kern reichenden Mantelschnitt oder nach einem sehr schweren Sturz. Auch sonst haben Seile eine Lebensdauer — von wenigen Jahren bei starker Nutzung bis etwa einem Jahrzehnt bei seltener. Im Zweifel ausmustern.

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Behandle dein Seil, als hielte es dich am Leben — denn eines Tages tut es das.